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    Institut für Organische Chemie

    Weiterführung des BEBUC-Stipendienprogramms bewilligt

    21.12.2017

    Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung hat erneut eine Förderung des Exzellenzstipendien-Programms BEBUC für die kommenden drei Jahre genehmigt. Ziel des Projektes ist es, brillante Talente im Kongo zu erkennen und auf dem Weg zur Professur zu fördern.

    Blaise Kimbadi Lombe und Jean-Pierre Mufusama

    Suche nach neuen Wirkstoffen gegen Tumor- und Infektionskrankheiten aus kongolesischen Pflanzen: die BEBUC-Stipendiaten Blaise Kimbadi Lombe (links) und Jean-Pierre Mufusama, Doktoranden im Labor von Gerhard Bringmann an der Uni Würzburg. (Foto: Florian Seitz)

    Mit dieser Bewilligung würdigt die Stiftung das einzigartige Konzept dieses Stipendienprogramms in der Demokratischen Republik Kongo. Das Projekt läuft bereits seit fast zehn Jahren, davon inzwischen acht Jahre gefördert durch die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung. "Wir sind der Stiftung zu außerordentlichem Dank verpflichtet", so Professor Gerhard Bringmann vom Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg, Vorsitzender des Stipendienprogramms, der seinerzeit das Projekt zusammen mit Professor Virima Mudogo (Uni Kinshasa und Alumnus der Uni Würzburg) gegründet hatte. "Ohne einen solchen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite wäre BEBUC nicht das, was es heute ist!"

    Organisiert wird das Programm durch den Förderverein Uni Kinshasa e.V. (fUNIKIN). Die europäischen Ausgaben des Projektes werden über die Uni Würzburg verwaltet. Deren Präsident Alfred Forchel gratulierte dem gesamten Vorstand zum Erfolg des Projektes und zu dessen Weiterförderung.

    Das Projekt fördert derzeit über 180 Stipendiaten. Diese Zahl kann sich bei der nächsten Begutachtungsrunde im Januar im Westen und Zentrum des Kongo noch erhöhen – aber nur geringfügig, denn das seit langem angestrebte Ausbauziel von knapp 200 Stipendiaten ist ja bereits fast erreicht.

    Neben der finanziellen Unterstützung der Stipendiaten bietet BEBUC insbesondere ein regelmäßiges spezifisches Mentoring, das die individuellen Ziele und Talente der Stipendiaten und die Bedürfnisse des Landes im Blick hat. Charakteristisch sind auch die persönlichen Patenschaften. Und auch die gemeinsamen Exkursionen und Seminare fördern den Zusammenhalt unter den Stipendiaten und erleichtern wissenschaftliche Kooperationen, bis hin zur Netzwerkbildung.

    BEBUC als Wertegemeinschaft

    Von besonderer Bedeutung in BEBUC sind nicht nur herausragende Studienleistungen und gute englische Sprachkenntnisse, sondern auch ideelle Werte, gerade in einem schwierigen Umfeld. Dies wird auch in der demokratischen Selbstverwaltung des Verbundes deutlich. So wählen die Stipendiaten an jeder Institution einen Sprecher oder eine Sprecherin und gegebenenfalls, je nach Anzahl der Stipendiaten, einen oder mehrere Vizesprecher, die Kongo-weit gemeinsam einen Sprecherrat bilden. Dieser wählt seinerseits einen Hauptsprecher (Prime Speaker). Im Sprecherrat sind neuerdings auch die Vertreter derjenigen Stipendiaten, die ihre Masterstudien oder Doktorarbeiten im Ausland durchführen – in Afrika, Amerika, Europa oder Asien. Die über 30 derartigen „externen Stipendiaten“ bilden neuerdings ein gemeinsam gestaltetes „Virtuelles Externes Institut“ – demokratische Strukturen, die gut funktionieren.

    Medizin rückt stärker in den Mittelpunkt

    Schwerpunkt der Förderung soll in Zukunft zunehmend der wissenschaftliche Nachwuchs im Kongo auf dem Gebiet der Medizin und der Biowissenschaften sein. Dies trägt der schwierigen medizinischen Situation des Landes Rechnung und berücksichtigt den Förderauftrag der Stiftung.

    "Eine 'demographische Veränderung' erwarten wir daher in Zukunft bei der Zusammensetzung der Stipendiaten mit steigender Tendenz in Richtung Lebenswissenschaften und im Hinblick auf weiter fortgeschrittene Studierende, also mehr Masterstudenten und Doktoranden", so Bringmann. "Und zu unserer großen Freude werden im Jahr 2018 mehrere Stipendiaten aus diesen Fächern das lange geplante gemeinsame Ziel erreichen: ihre Professur im Kongo!"

    Kontakt

    Prof. Dr. Gerhard Bringmann, Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg, T +49 931 31-85323, bringman@chemie.uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Virima Mudogo, Université de Kinshasa, Faculté des Sciences, T +243 99 99 30 963, mudogov@gmail.com

    Dr. Karine Ndjoko Ioset, Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg, T +41 787 044 725, karine.ndjoko@uni-wuerzburg.de

    Von Pressestelle der Universität

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