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Institut für Organische Chemie

M. A. Niyas erhält SupraChem-Promotionspreis 2026

13.03.2026

Niyas Mundakkamattathil Abdul Salam, ehemaliger Doktorand an der Würzburger Fakultät für Chemie und Pharmazie, erhielt auf der SupraChem 2026 einen der beiden Promotionspreise im Andenken an Carsten Schmuck.

Gruppenbild mit Preisträger M. A. Niyas und zwei Vorstandsmitgliedern der GDCh-Arbeitsgemeinschaft Supramolekulare Chemie
M. A. Niyas, Preisträger des SupraChem-Promotionspreises 2026, mit Prof. Max von Delius (links) und Prof. Jochen Niemeyer (rechts). (Foto: Ralf Maserski)

Erst im vergangenen Jahr hat die GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) die Arbeitsgemeinschaft Supramolekulare Chemie ins Leben gerufen. Diese übernimmt nun die Organisation der zweijährlich stattfindenden SupraChem-Konferenzen und verleiht in diesem Rahmen zwei Preise für herausragende Doktorarbeiten, welche an Forschungseinrichtungen in Deutschland auf dem Gebiet der supramolekularen Chemie verfasst wurden.

Promotionspreis zum Gedenken an Carsten Schmuck

Der SupraChem-Promotionspreis dient dem Andenken an Professor Carsten Schmuck (1968–2019), ehemaliger Professor am Institut für Organische Chemie in Würzburg, später Lehrstuhlinhaber an der Universität Duisburg-Essen und Initiator der ersten SupraChem-Konferenz im Jahr 2011 in Essen. Der Preis kann als deutsches Pendant zum etablierten britischen Macrocyclic and Supramolecular Chemistry (MASC) Promotionspreis angesehen werden, der erst kürzlich an Jiarong Wu verliehen wurde, die ebenfalls in Würzburg promoviert hatte (Greenfield-Gruppe).

Einer der beiden Promotionspreise für die Jahre 2024 und 2025 geht an Niyas Mundakkamattathil Abdul Salam, einen ehemaligen Doktoranden der Gruppe von Frank Würthner. Seine Dissertation mit dem Titel „π-Stacked Supramolecular Complexes of Nanographene Multiimides“ schloss er Ende 2024 ab.

Promotion mit herausragenden Publikationen

Niyas, der nach seinen Masterabschluss in Chemie vom IISER Thiruvananthapuram (Indien) nach Würzburg kam, brachte sich während seiner Promotionszeit mit außergewöhnlichem Können und Engagement bei einer Vielzahl spannender Projekte ein, mit vier Erstautor-Veröffentlichungen in hochrangigen Journalen. Er beschäftigte sich mit supramolekularen Nanographen-Wirtssysteme für die Bindung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (Nat. Chem. 2022, J. Am. Chem. Soc. 2024), Pigmenten (Angew. Chem. 2023), NIR-Phosphoreszenz-Sensibilisatoren (Angew. Chem. 2024) und Halogenidionen (Nature 2025). Die letztgenannte Arbeit ist als besonders bedeutend anzusehen, da sie erstmals zeigt, dass ein durch eine einzelne fehlende Benzolgruppe hervorgerufener Defekt innerhalb einer Nanographen-Schicht ausreicht, um das barrierefreie Eindringen von Fluorid sowie Chlorid und Bromid zu ermöglichen, nicht jedoch von Iodid. Eine wichtige Erkenntnis für die Herstellung von Entsalzungsmembranen auf Basis von perforierten ultradünnen Graphenmembranen.

Niyas forscht derzeit im Rahmen eines Newton-Postdoktorandenstipendiums bei Prof. Molly Stevens in Oxford. Kürzlich hat er ein Marie-Curie-Stipendium erhalten, um seine Arbeit dort für insgesamt vier Jahre fortzusetzen.

Von Y. Wagenhäuser, C. Stadler

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