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    Institut für Organische Chemie

    ORCHEM-Preis für Florian Beuerle

    14.09.2018

    Die Liebig-Vereinigung für Organische Chemie hat am 10. September 2018 Florian Beuerle mit dem ORCHEM-Preis für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet.

    F. Beuerle mit A. Krüger und F. Würthner

    Preisträger Florian Beuerle (mitte) mit Laudator Frank Würthner und der Vorsitzenden der Liebig-Vereinigung, Anke Krüger (Foto: Frederic Schweizer, Berlin; Copyright: GDCh)

    Auf der ORCHEM-Tagung hat die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Dr. Florian Beuerle, Privatdozent am Institut für Organische Chemie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), mit dem ORCHEM-Preis 2018 ausgezeichnet. Der Würzburger Chemiker hat den Preis für seine eigenständige, innovative Forschung im Bereich der organischen Chemie bekommen. „Ich fühle mich durch diese Auszeichnung sehr geehrt. Sie zeigt, dass unsere Arbeiten von den organischen Chemikern in Deutschland sehr gut aufgenommen wurden”, sagt Florian Beuerle.

    Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen der ORCHEM-Tagung an zwei junge Wissenschaftler verliehen, die „sich durch neue, originelle und richtungweisende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Fachgebiet qualifiziert haben”, wie es in der Pressemitteilung der GDCh heißt. Der Preis ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert.

    Design und Synthese von molekularen Käfigstrukturen

    2010 kam Beuerle, unterstützt durch ein Liebig-Stipendium, an die Universität Würzburg. An der JMU ist er Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Organische Chemie. Er erforscht das Design und die Synthese von komplexen molekularen Architekturen, die aus kleinen organischen Bausteinen aufgebaut werden.

    2014 hat Beuerle mit seiner Arbeitsgruppe einen ersten Durchbruch erzielt: Unter Nutzung des neuen Synthesekonzepts der dynamischen kovalenten Chemie konnte die Arbeitsgruppe Beuerle erstmals einen molekularen Würfel im Nanometermaßstab ausschließlich aus leichten Elementen wie Kohlenstoff, Sauerstoff und Bor synthetisieren. „Würfelartige Strukturen sind für Kohlenstoff-Verbindungen sehr ungewöhnlich, ebenso wie die Knüpfung von 24 kovalenten Bindungen in einer fast quantitativen Ausbeute”, sagt der Laudator und Leiter des Lehrstuhls für Organische Chemie II, Professor Frank Würthner.

    In weiteren Arbeiten gelang es den Würzburger Chemikern, noch komplexere Käfigstrukturen mit reduzierter Symmetrie herzustellen. „Solche multifunktionalen Strukturen sind durch natürliche Systeme wie Enzyme inspiriert, sind aber im Bereich der synthetischen Chemie noch nahezu unbekannt”, sagt Würthner.

    Beuerle studierte und promovierte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und verbrachte einen Postdoc-Aufenthalt an der Northwestern University bei Nobelpreisträger Professor Fraser Stoddart.

    Die ORCHEM

    Die ORCHEM ist die wichtigste deutsche Tagung im Bereich der Organischen Chemie. Die 21. ORCHEM fand vom 10. bis zum 12. September 2018 an der Technischen Universität Berlin statt. Sie wird alle zwei Jahre von der Liebig-Vereinigung für Organische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker organisiert. Die GDCh gehört zu den größten chemischen Gesellschaften weltweit.

    Kontakt

    PD Dr. Florian Beuerle, Institut für Organische Chemie & Center for Nanosystems Chemistry (CNC), Universität Würzburg, T +49 931 31 83603, florian.beuerle@uni-wuerzburg.de

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