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Didaktik der Chemie

Forschungs-Schwerpunkte Katja Weirauch

Professionalisierung durch Praxisbezug im Lehr-Lern-Labor (LLL)
und Lehr-Lern-Labor-Seminar (LLL-S)

Lehr-Lern-Labore haben sich in den vergangenen Jahren als eine neue Form des Praxisbezuges in der universitären Lehrerbildung etabliert. Sie zeichnen sich vor allem durch eine komplexitätsreduzierende Lehr-Lern-Umgebung aus, die es den Studierenden ermöglicht, möglichst kleinschrittig mit Schülerinnen und Schülern zu interagieren. Bereits seit 2009 sind die Lehr-Lern-Labore am Didaktikzentrum M!ND der Universität Würzburg fest in den Studienverlaufsplänen aller MINT-Fachdidaktiken integriert.

 

 

Dissertationsvorhaben Boshuis

 

Entwicklung inklusiver Experimentier-Stationen zu Themen aus der Chemie

Als ein Problem inklusiver Bildung wird vielfach die fehlende Fachlichkeit genannt (z. B. Feuser, 2011). Bisher existieren nur wenige konkrete Entwürfe für inklusive Zugänge zu chemischen Themen. In Kooperation mit der Lernwerkstatt der Sonderpädagogik der Universität Würzburg und dem Lehrstuhl für Pädagogik bei Geistiger Behinderung wurden inzwischen über 50 Konzepte für Experimentierstationen mit chemischem Inhalt für stark heterogene Lerngruppen entwickelt. Sie sind so konzipiert, dass alle Kinder – ob hochbegabt oder förderbedürftig – an der gleichen Station und am gemeinsamen Gegenstand forschend tätig werden können.

Bericht

Abstract Workshop GDCh 2017

 

Schülervorstellungen entwickeln

Ausgehend von konstruktivistischen Lerntheorien konnte in den letzten Jahren die Bedeutung der Einbindung von Schülervorstellungen in den Unterricht belegt werden (siehe z. B. Duit & Treagust, 2003; Glasersfeld, 2002). Methodische Herangehensweisen wurden in Deutschland bisher nur wenige vorgeschlagen (z. B. Barke, 2006; Marohn, 2008). Sie haben jedoch nach wie vor keinen Eingang in den regulären Chemieunterricht (CU) gefunden und scheinen teilweise auch nicht leicht praktikabel zu sein. Benötigt wird nach unserem Eindruck eine Methode, mit der konsequent die Ideen aller Schülerinnen und Schüler (SuS) einer Klasse ermittelt, visualisiert und gezielt weiterentwickelt werden können.

Im Rahmen des SVENNU-Projekts („Schülervorstellungen Entwickeln und Nutzen im Naturwissenschaftlichen Unterricht“) soll untersucht werden, ob und inwiefern das Methodenwerkzeug „Eliciting Students‘ Ideas“ (ESI), das im Rahmen der „Ambitious Science Teaching“-Methode (AST) entwickelt wurde (Windschitl, Thompson, & Braaten, 2018), gewinnbringend im deutschen Unterricht einsetzbar ist und damit das oben beschriebene Desiderat zu erbringen vermag.

Projektbeschreibung

Kooperationspartnerin: Dr. Karin Lohwasser

Kooperationspartner: Prof. Dr. Mark Windschitl

Ambitious Science Teaching

 

WOW – Writing on Wax

In dieser Kooperation mit dem Lehrstuhl für Altorientalistik der Universität Würzburg sollten bisher ungeprüfte Aussagen zur Zusammensetzung historischer Schreibtafeln aus Wachs für das Beschreiben mit Keilschrift überprüft werden. Für die Handhabung von Komponenten wie Auripigment, Bleiweiß oder Zinnober ist dabei chemische Expertise und Ausrüstung notwendig.

Neben der Ermittlung optimierter Rezepte oder der empirischen Erprobung der Wirkung verschiedener Zutaten auf die Konsistenz wurde ein museumspädagogischer Labortag für Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe entwickelt und im Martin-von-Wagner-Museum erprobt. Wie sich gezeigt hat, ist dieser historische Kontext sehr gut geeignet, um SchülerInnen einerseits für Kulturen des Alten Orients und andererseits für chemische Experimente rund um Reinstoff und Gemisch zu begeistern.

Im Weiteren soll über empirische und spektroskopischen Verfahren der Effekt von Pigment-Zusätzen auf die Beschreibbarkeit der Tafeln mit Linearschrift und Keilschrift ermittelt werden.

Projektbeschreibung

Bericht Schülerlabor

Abstract AlchemEast, Bologna 2018