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    THE BRINGMANN GROUP: BIOACTIVE COMPOUNDS FROM NATURE

    Windaus-Medaille für Bringmann

    03/01/2006

    Auszeichnung der Chemie-Fakultät Göttingen für Würzburger Chemieprofessor

    Prof. Gerhard Bringmann vom Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg hat in Göttingen die Windaus-Medaille erhalten. Seit dem 100. Geburtstag von Windaus im Jahre 1976 wird die Auszeichnung an herausragende Naturstoffchemiker aus dem In- und Ausland in Göttingen vergeben. Sie ist mit dem Abhalten der Windaus-Gedächtnisvorlesung verbunden und wurde in diesem Jahr im Februar im Rahmen einer Veranstaltung der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen.

    Der Schwerpunkt der Arbeiten von Prof. Bringmann, die in über 500 Publikationen niedergelegt sind und vielfach ausgezeichnet wurden, liegt im Bereich der Isolierung, Strukturaufklärung, Biosynthese und Synthese von Naturstoffen aus Pflanzen. Es ist ihm gelungen völlig neuartige Strukturen aufzuklären und neuartige Substanzen gegen Infektionskrankheiten, insbesondere auch Malaria, zu entwickeln.

    Naturstoffchemiker

    Bringmann, 1951 in Münster geboren, gehört zu den herausragenden Naturstoffchemikern weltweit. Er hat 1970 sein Studium in Gießen begonnen und 1978 mit der Promotion in Münster abgeschlossen, die unter Anleitung von Professor Franck erfolgte, der sich in Göttingen habilitiert hat.

    Nach seiner Promotion war Bringmann als Postdoktorand im Arbeitskreis des Nobelpreisträger Sir Derek Barton in Gif-sur-Yvette tätig. Es erfolgte 1985 die Habilitation und bereits wenige Jahre später erhielt er einen Ruf nach Wien und nachfolgend auf einen Lehrstuhl in Würzburg, den er angenommen hat.

    Zu den bahnbrechenden Arbeiten von Adolf Windaus, von 1915 bis 1944 Professor für Chemie an der Universität Göttingen, gehört die Aufklärung der Struktur des Cholesterins und die Entdeckung der licht-gekoppelten Umwandlung von Steroiden in das lebenswichtige Vitamin D. Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Rachitis, eine Verkrüppelung des Knochensystems insbesondere im Kindesalter, ihren Schrecken verloren hat. Windaus hat für seine Arbeiten 1928 den Chemie-Nobelpreis erhalten. ti/jes

    Quelle: Göttinger Tagesblatt

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