Dr. Carolin Scheitl
01.06.2026Nach dem ersten Staatsexamen hat sich Dr. Scheitl für das Master-Studium MINT-Lehramt Plus entschieden. Anschließend hat sie ihre Promotion bei AK Höbartner im Bereich Bioorganische Chemie / Nukleinsäurechemie abgeschlossen und arbeitet dort weiterhin als Postdoc.
Wie sind Sie auf Ihre aktuelle Stelle/Branche gekommen?
Ich hatte seit der Schule schon großes Interesse an den Naturwissenschaften und daran anderen Menschen etwas beizubringen. Während meines Lehramts-Studiums hat dann das Interesse an der Fachwissenschaft (Biologie & Chemie) zugenommen. Mein jetziger Arbeitskreis verbindet die Fachbereiche Biologie mit Chemie. Daher habe ich entschieden hier im Rahmen meines Master-Studiums ein Praktikum zu machen. Dies hat es dann so gut gefallen, dass ich vom Master über PhD bis jetzt zum Postdoc geblieben bin.
Wie hat das Studium an der JMU Ihnen für Ihrer jetzigen Tätigkeit vorbereitet?
Ich konnte ein breites Spektrum an Vorlesungen, Tutorien und Praktika besuchen, die mir in unterschiedlichen Fachrichtungen das nötige Hintergrundwissen und generelle praktische Fähigkeiten vermittelt haben, die ich in meiner jetzigen Tätigkeit zusammenfügen und praktisch anwenden kann. Außerdem habe ich erst durch ein Master-Praktikum im meinem jetzigen AK überhaupt erst das breite Feld der Nukleinsäure genauer kennenlernen können, was mein Interesse und meine Freude daran geweckt hat.
Was gefällt Ihnen am besten an Ihre aktuelle Tätigkeit?
Zum einen die Abwechslung die meine Arbeit bietet. Ich arbeite sowohl am Computer, um z.B. Daten auszuwerten oder Manuskripte zu schreiben, unterrichte aber auch Studierende und bin noch selbst aktiv im Labor tätig. Zum anderen schätze ich sehr die Freiheit, die ich hier genieße. Ich kann meine eigenen Ideen verwirklichen und bin nicht abhängig von externen Auftraggebern und damit verbundenen Deadlines.
Was ist eine Ihre beste Erinnerung aus der Studienzeit
Im Rahmen des Biologie-Lehramtstudiums durfte ich zusammen mit einer Freundin an einer 10-tägigen meeresbiologische Exkursion auf Sylt teilnehmen. Das war ein unvergessliches Erlebnis, bei dem ich mit viel Freude sehr viel neues lernen konnte.
Haben Sie ein Tipp für Studierende, die kurz vor dem Abschluss und Jobmarkt stehen?
Man sollte keine Angst davor haben etwas nicht gewachsen zu sein oder zweifeln, ob der Job, für den man sich bewirbt, auch wirklich der richtige ist. Ich bin dafür alles erst einmal auszuprobieren. Man kann alles lernen und manchmal entdeckt man Leidenschaft in Bereichen, von denen man zuvor noch nie gehört hatte. Und selbst wenn es einem dann doch nicht gefällt, ist es nie zu spät sich noch einmal umzuentscheiden und einen anderen Weg einzuschlagen.
